Klaus Schneider
* 1951
lebt und arbeitet in Frankfurt/Main

1976-83
Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main: Studium der Philosophie, Germanistik, Geschichte und
Kunstpädagogik
1985-87
Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst, Salzburg (bei
U. Bremer, G. Hoke, J. Takahashi)

 

   
Klaus Schneider beschäftigt sich
mit dem Verhältnis von Sprache und Wahrnehmung, mit den spannungsreichen
Beziehungen von Schrift und Bild, ihren unterschiedlichen
Ausdrucksmöglichkeiten und spezifischen Wirkungen. Seit über 10 Jahren benutzt
er die Blindenschrift „braille“, um in seiner Hinterglasmalerei wie auch in
fotografischen Arbeiten mehr zu sagen, als man sieht. Das primär sinnlich und
visuell Erfassbare von Farbe und Form wird so gewissermaßen zur
Projektionsfläche von Ratio und Intellekt. Mit einem ganz abstrakten
Kommunikationssystem, das für uns Sehende zunächst nicht mehr als eine formale
Struktur aus Punkten/Halbkugeln ist, werden Fragen gestellt, deren inhaltliche
Bedeutungen sich erst durch das Lesen der Titel erschließen. Die Ebene der
Schrift schafft zunächst Distanz, bietet dann auf der Ebene von Sprache
zusätzliche Erkenntnismöglichkeit. Malerei, Fotografie und Text definieren auf
unterschiedlichen Raumebenen das Bild. Sprachlich Benennbares und intuitiv
Erfassbares kommentieren sich gegenseitig. 

 

 

 

Arbeiten
d.2218  Aquarell auf Bütten  22 x 18 cm  2012

d.2218 Aquarell auf Bütten 22 x 18 cm 2012